Gruppe Bad Dürkheim - Organisation
Die Pollichia-Ortsgruppe Bad Dürkheim ist selbstständiger Teil der Museumsgesellschaft Bad Dürkheim. Dazu zahlen noch die Sektionen: Altertumsverein, Römisches Weingut Weilberg und die Schlarb-Bibliothek.
Vorsitzender der Pollichia Ortsgruppe
(Stellvertretender Vorsitzender der Museumsgesellschaft, Stellungnahmen, Arbeitskreis Ornithologie, Koordination Bruchprojekt)
Markus Hundsdorfer
06237-5985275
Porträt und Aktivitäten
Rückschnitt von Bäumen zur VerkehrssicherungPorträt der Ortsgruppe Bad Dürkheim
In der Gruppe Bad Dürkheim kann man sich im aktiven Natur- und Artenschutz, im Bereich der Forschung oder der Umweltbildung engagieren. Selbstverständlich sind uns auch stille Mitglieder herzlich willkommen.
Der Naturkundetreff im Museum Bad Dürkheim-Grethen
Um neue Mitglieder zu integrieren und den Austausch innerhalb der Gruppe zu pflegen, kann die Gruppe das Forum des Naturkundemuseums nutzen. Dort finden gelegentlich Fachgruppentreffen in kleinerer Runde, der Naturkundetreff mit 10 bis 25 Personen oder Vorträge und Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen statt.
Veranstaltungen und Termine
Veranstaltungen der Museumsgesellschaft (auf deren Homepage) und hier deren Jahresprogramm 2026
Jahresprogramm 2026 der POLLICHIA-Gruppe Bad Dürkheim (pdf auch zum Download)
Zu allen POLLICHIA-Veranstaltungen: Gesamtkalender
Die Pollichia im FFH-Gebiet Dürkheimer Bruch und dem Vogelschutzgebiet Haardtrand
Das MaLTA-Projekt: "Entwicklung wechselfeuchter Magerwiesen als Lebensraum für Tagfalter und andere FFH-Arten"
Seit 2021 erwirbt die POLLICHIA mit Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz Flächen im FFH-Gebiet Dürkheimer Bruch (FFH: Fauna-Flora-Habitat). Ziel ist es, die dort lebenden und seltenen Arten zu erhalten und deren Populationen zu stabilisieren und zu vergrößern. Mehr dazu finden Sie unter: Das MaLTA-Projekt im Dürkheimer Bruch
Wiesen- und Heckenlandschaft im Dürkheimer Bruch
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Die Teiche im Bruch
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Biotop- und Grundstückspflege
Zwei besondere Grundstücke in Weisenheim am Berg (Landkreis Bad Dürkheim) ...
... wenige hundert Meter vom Wald entfernt gelegen, bestückt mit Kirschbäumen, haben Mitte letzten Jahres in den Besitz der POLLICHIA gewechselt. Die Grundstücke liegen im Europäischen Vogelschutzgebiet „Haardtrand“, sind 2270 qm groß und befinden sich südwestlich von Weisenheim am Berg. Es finden sich 38 alte Kirschbäume darauf, deren Sorten demnächst von unseren Pomologen und Obstkundlern genauer bestimmt werden.
Das MaLTA-Projekt im Dürkheimer Bruch
Im Jahr 2020 erhielt die POLLICHIA e.V. von der Stiftung Natur und Umwelt (SNU) Rheinland-Pfalz den Zuwendungsbescheid zum Projekt „Entwicklung wechselfeuchter Magerwiesen als Lebensraum für bedrohte Tagfalter- und weitere FFH-Arten im Dürkheimer Bruch“. Dies war der offizielle Startschuss für das „MaLTA“-Projekt. Die zweckgebundenen Gelder aus Ersatzzahlungen stehen für den Ankauf von rund 26,5 ha Flächen im FFH-Gebiet Dürkheimer Bruch und deren Pflege bis zum Jahr 2035 zur Verfügung.
Wiesen- und Heckenlandschaft Dürkheimer Bruch
Die Pollichia e.V. hat mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) im Dürkheimer Bruch vier zusammenhängende Grundstücke von fast einem Hektar erworben.
Diese Wiesen- und Heckenstrukturen erstecken sich über 400 m in süd-nördlicher Richtung.
Während der südliche Teil auf den sandigen Ausläufern des Feuerbergs liegt und einen Sandtrockenrasen trägt, der als Obstbrache ausgewiesen ist, wechselt die Vegetation zu einer Glatthaferwiese und geht im Norden in eine Feuchtwiese über. Außerdem befinden sich auf diesen Flächen noch Baum- und Heckenstrukturen.
In der Vergangenheit wurden die mittleren und südlichen Teile dieser Fläche als Pferdeweide genutzt und zur Heugewinnung gemäht.
Zur Strukturverbesserung errichtet die Pollichia in Süden der Wiese eine Gabione oder einen Bruchsteinhaufen. Darin könnten u.a. Steinschmätzer und Wiedehopf brüten sowie Amphibien und Reptilien einen Unterschlupf finden.
Der mittlere und der südliche Teil der Wiese wird weiterhin gemäht und beweidet. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden unterbleibt auf unseren Flächen.
Im nördlichen, feuchten Teil entstehen kleinere Himmelsteiche, die von Regenwasser gespeist werden. Dort können sich dann Amphibien fortpflanzen.
Gefördert von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Glücksspirale:![]()
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Die Teiche im Bruch
Die Ziegen auf der mit Schilf überwachsenen NasswieseAuf der 18. Bruchgewanne hat die Pollichia e.V. mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) 10 Flurstücke von zusammen ca. 7500m² erwerben können.
Diese Flächen sind Teil des Naturdenkmals „Teiche im Bruch“. Sie liegen im FFH-Gebiet „Dürkheimer Bruch“, dem Vogelschutzgebiet „Haardtrand“ und im Landschaftsschutzgebiet Dürkheimer Bruch, Die Wiesen sind als seggen- und binsenreiche Nasswiesen ausgewiesen. Auf einem Teil der Flächen wächst ein Bruchwald, der von Erlen, Pappeln und Weiden dominiert wird.
Nach starken Regenereignissen stehen Teile dieser Flächen unter Wasser.
Die vorherigen Nutzer haben diese Flächen in den letzten Jahren nicht mehr gepflegt, so dass diese mit Schilf und Brombeeren überwachsen sind. Außerdem haben sich von den Rändern Gehölze ausgebreitet. Für die Pollichia bedeutet die Übergabe der Flächen in diesem Zustand ein großer finanzieller Aufwand und viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit.
Die Wiederherstellung dieser Flächen 2025
Im September und Oktober 2025 wurden diese Flächen eingekoppelt und mit Ziegen beweidet. Nach der Vorarbeit durch die Ziegen haben Gerd Zahnhausen und Markus Hundsdorfer Anfang November die seitlichen Hecken und die jungen Pappeln, die auf der Wiese gewachsen sind, zurückgeschnitten. Das Schnittgut ist in mehreren Totholzhaufen auf der Fläche gelagert. In diesem Bruchwaldstück befinden sich weitere Totholzhaufen in verschieden Zersetzungsstadien, da der Stromversorger die Schneise unter den Leitungen, die über diese Fläche verlaufen, regelmäßig freischneidet.
Unter dem Japanischen Staudenknöterich hat die natürlich Vegetation keine Chance.Der westliche Teil dieser Flächen wird noch 2025 soweit bearbeitet, dass sich dort ab Frühjahr 2026 wieder die ursprüngliche Nasswiese entwickeln kann. Ab dem kommenden Frühjahr werden wir die Vegetation dort systematisch erfassen.
Wie wir den Japanischen Staudenknöterich auf dem östlichen Teil der Fläche bekämpfen, wird derzeit diskutiert. Der Jap. Staudenknöterich ist vermutlich mit illegal entsorgten Gartenabfällen dorthin gelangt.
Ein Teil der Herde auf der abgefressenen Staudenknöterichfläche. Aus den Rizomen im Boden treiben die Pflanzen immer wieder erneut aus.
Stand November 2025
Markus Hundsdorfer
Gefördert von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Glücksspirale:
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