Tagungsankuendigung Rheinpfalz Donnersberg
Die Tagung in den Medien
SWR Aktuell war live dabei. Wir bedanken uns bei dem super Team!
Die Erstausstrahlung war am 15. März 25 um 19:30 Uhr. Die komplette Sendung finden Sie in der ARD-Mediathek unter: https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-rheinland-pfalz/sendung-19-30-vom-15-3-2025/swr-rp/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyMTE2NTY
Wer sich ausschließlich für die Beitrag zur Tagung interessiert, wird hier fündig:
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Foto-Impressionen
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Plenum von oben (etwa 120 Teilnehmer)
Festhalle Winnweiler - ein guter Tagungsort
Referent:innen und Moderator:innen
Einweisung zur Exkursion durch Karin Schatz (rechts)
Los geht's: Wolfgang Braunstein (im Vordergrund) ist perfekt ausgerüstet
Zum Glück blühte die Küchenschelle schon.
Dr. Gunter Mattern erklärt die Besonderheiten des Aronstabs
Der Exkursionpfad führt über den Bergrücken ganz nach vorne; dort erwartet uns insb. ein besonderer Eichenwald und eine Felsenbirne
Dr. Markus Setzepfand erklärt die Welt der Moose
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Tagungsort: Festsaal Winnweiler
Exkursion ins Naturschutzgebiet Schelmenkopf-Falkenstein
Vorträge der Referenten
Dr. Metzner: Wie kommen mehr Weidetiere in die Landschaft? Unterstützung der Weidetierhaltung, eine zentrale Aufgabe der Landschaftspflegeverbände in Deutschland


Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf) Extensive Weidetierhaltung versus moderne Grünlandbewirtschaftung – über Jahrzehnte hinweg ist dieser Widerspruch gewachsen.
Viele durch Beweidung entstandene einzigartige Landschaftstypen wurden in die heutige Zeit gerettet und werden teils mit hohem Aufwand gepflegt und bewirtschaftet. Dies ist vor allem dem Naturschutz zu verdanken! Letztlich wird die Zukunft unseres artenreichen Grünlandes aber mit der Landwirtschaft entschieden. In dem Vortrag werden einführend einige notwendige Rahmenbedingungen für die Weidetierhaltung aufgezeigt und die Frage gestellt, wie es gelingen kann, aus Weidetierhaltern „Zukunftsbauern“ zu machen. Landschaftspflegeverbände können dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Rolf Hussing: Weidegesellschaften in Not - Beweidung nicht ohne pflanzensoziologische Kenntnisse

Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)In seinem Kurzvortrag beleuchtet Rolf Hussing den aktuellen Zustand von Grünland in Deutschland. Die wichtigsten Grünlandtypen und Grünland-Lebensraumtypen in Mitteleuropa sind extrem gefährdet. Nur dort, wo sie unmittelbar geschützt sind, also in Schutzgebieten und Förderflächen, finden wir noch artenreiches Grünland. In vielen Fällen entwickelt sich dieses vom guten Erhaltungszustand zum schlechten Erhaltungszustand. Hier kommt die Beweidung ins Spiel. Das Beweidungsmanagement setzt meist eine komplexe Bewirtschaftungsweise voraus und führt ohne Artenkenntnisse, vegetationskundliche Zusammenhänge und Kennartenkartierung nicht zum Erfolg. Anhand der Pflanzengesellschaft Rotschwingel-Kammgrasweide (Festuco-cynosuretum) wird dies deutlich gemacht.
Dr. Jörn Buse: Naturschutz mit Biss und Schiss Rinder und Wasserbüffel im Einsatz für die Artenvielfalt

Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)Für den Natur- und Artenschutz nehmen extensiv genutzte Rinder- bzw. Wasserbüffelweiden einen hohen Stellenwert ein. Im Vortrag werden vor allem Beispiele und Zusammenhänge aus der Insektenwelt vorgestellt. Auch im Nationalpark Schwarzwald kommen Rinder bei der Pflege der Bergheiden zum Einsatz. Praktische Erfahrungen und Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung werden präsentiert.
Silke Dehe: Weidemanagement mit Pferden und Eseln — Chancen für artenreiches Grünland

Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)Weidemanagement mit Pferden und Eseln spielen in den landwirtschaftlichen Flächen eine immer größere Rolle. Insbesondere in der Peripherie von Siedlungen und Städten wird immer mehr Grünland mit Pferden beweidet. Dabei zeigen gerade Pferdeweiden hinsichtlich Artenzusammensetzung und Biodiversität eine große Variationsbreite. Ausgangszustand, Nutzungsintensität und Pflege entscheiden über Wohl und Wehe der Flächen. Der ökologische Erhaltungszustand steht in vielen Fällen auf ‚rot‘. Zu kleine Flächen, falsche Auftriebszeiten, mangelnde Weidepflege sind nur einige Faktoren für artenarme Weiden. Frau Dehe kennt die Nöte vieler TierhalterInnen und bietet aus jahrelanger eigener Erfahrung und Praxis Vorschläge zum besseren Weidemanagement an. Eindrucksvolle Beispiele und Bilder regen sicherlich zur Diskussion an.
Dr. Martin Entling und Manon Edo: Vergleich der Biodiversität von Agroforstsystemen mit und ohne Beweidung


Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)Ein Hauptgrund für den Rückgang der Biodiversität in Agrarlandschaften ist der Verlust von Gehölzstrukturen. Dem könnten Agroforstsysteme durch die Integration von Bäumen in landwirtschaftliche Kulturen oder Grünland entgegenwirken. In einem europaweiten Projekt haben wir die Biodiversität verschiedener Agroforstsysteme untersucht. Vögel und Fledermäuse haben deutlich profitiert, die Fledermäuse allerdings nur wenn Weidetiere vorhanden waren. Im Agroforst leben charakteristische Spinnengemeinschaften, die sowohl in offenen Habitaten als auch in Wäldern vorkommende Arten umfassen; die Beweidung hat jedoch keinen Einfluss auf die Spinnenartenvielfalt.
Carolin Joser: Wasserbüffel in der Landschaftspflege - Auswirkungen auf Vegetation und Zikadenfauna

Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)In der Feuchtbiotopspflege werden in Deutschland seit Anfang der 2000er vermehrt Wasserbüffel eingesetzt. Konkrete wissenschaftliche Arbeiten zur Auswirkung dieser Wasserbüffelbeweidung auf die Biotope gibt es nur vereinzelt. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit untersuchte Carolin Joser drei Wasserbüffelweiden, um die Auswirkungen der Beweidung auf die Vegetation und die Zikadenfauna im Vergleich zu einer einschürigen Mahd zu bewerten. Hierzu erfolgten von Mai bis Juli Vegetationsaufnahmen, von Juni bis August wurden Zikaden gesammelt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellt sie Ihnen heute vor.
Andreas Haberzettl: Planung, Entwicklung und Betreibung von Beweidungsprojekten mit Großtieren NABU-Weideprojekt Schmidtenhöhe/Koblenz

Klicken auf das Bild führt zum Vortrag (pdf)Es geht um die Herausforderung, wie die großen Weidetiere (Rinder, Pferde und Wasserbüffel) als Werkzeuge des Naturschutzes auch unter den Forderungen der Behörden (Tierschutz, Tierwohl, ...) zum Einsatz kommen. Hier sind all die Erfahrungen enthalten, die in dem Beweidungsprojekt "Schmidtenhöhe" bei Lahnstein gesammelt werden konnten. Der Vortrag ist zweigeteilt. An einem vom NABU aufgebauten Stand/Ausstellung "Dung - Inseln des Lebens" lässt sich sehr gut verdeutlichen, wie tierische Biodiversität funktionieren kann.



