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Naturforschung · Naturschutz · Umweltbildung

Seit Mitte November 2025 hat unsere vertraute kleine Herde aus Glan- und Hereford-Rindern auf der ehemaligen Nike-Raketenstation im Hasslocher Wald Gesellschaft bekommen: Weibliche Wasserbüffel mit ihren Kälbern sind nun auf der Fläche unterwegs und verstärken das bisherige „Beweidungs-Team“.

Wasserbueffel 2 500x327Die schwarzen Rinder, die sich auch in ihrem wildtierhaften Verhalten durchaus von den Hausrindern unterscheiden, gelten als sehr effektive Weidetiere: Das Nahrungsspektrum der Büffel ähnelt zwar dem von Rindern, aber aufgrund einiger Unterschiede im Verdauungssystem verwerten sie jedoch Nahrung geringer Qualität und mit hohem Zellulose-Anteil besser. Büffel verzehren Röhricht-Vegetation wie Schilf, Schwaden, Schwertlilie und Rohrkolben in stärkerem Umfang als Rinder und können im Winter auch mit schlechterer Nahrung wie Binsen auskommen. Wir beobachten auch, wie sie die überall lästigen Brombeeren fressen. Wassserbüffel eignen sich sehr gut, wenn eine Öffnung dichter Vegetation und eine Freihaltung von Gewässern gewünscht ist – so wie auf der Fläche der ehemaligen Raketenstation. Durch die Anlage von Suhlen werden Pionierarten gefördert und die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten enorm gefördert.

Wasserbüffel erweisen sich in Mitteleuropa als sehr robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten und raue Witterung. Sie gelten zwar als umgänglich und werden auch futterzahm, doch nach der Kalbung sind die Mutterkühe stets wachsam und schützen ihren Nachwuchs energisch.

Mehr zum Biotop "Ehemalige Nike-Raketenstation" gibt es hier.