Streuobstfest
Die ersten Äpfel sind geerntet, für ein Glas Apfelsaft reicht es bestimmt.
Am Freitag wurden die Äpfel in unserem Obstgarten in Weitersweiler geerntet, am Samstag waren wir zusammen mit den Landfrauen in Gaugrehweiler.

Zwei Gruppen sammelten und pflückten auf zwei verschiedenen Grundstücken unbehandelte Äpfel. Es hängen noch Äpfel an den Bäumen, aber der erste Hänger ist schon voll:

Ein paar Tiere haben wir auch gesehen, Marienkäfer bespielsweise und das Nest von Europäischen Hornissen in einem Vogelnistkasten. Außerdem die Spuren von anderen Insekten: die Raupe einer Obstbaum-Miniermotte hatte zwischen Blattober- und -unterseite im Inneren eines Apfelbaumblattes sich fressend vorwärts gearbeitet, zu sehen ist noch der verschlungene Gang. Die Raupe hatte bereits das Blatt verlassen, sich verpuppt und war als winziger Schmetterling weggeflogen.

Die Larve der Apfelsägewespe dagegen hat ein kreatives Muster auf der Schale von zwei Äpfeln erzeugt. Wenn viele Äpfel betroffen sind, ist diese Wespe natürlich nicht so gern gesehen.

Am Sonntag durfte dann jeder im Außenbereich der Schlossberghalle beim Herstellen von Apfelsaft helfen und natürlich den Saft gleich probieren oder in mitgebrachte Gefäße abfüllen.

Zuerst wurden die Äpfel gewaschen und kamen dann in eine Obstmühle:

Die kleingeschnittenen Äpfel wurden in die Kelter gefüllt und der Apfelsaft durch Druck heraus gepresst.

Außer für Saft kann man die Äpfel natürlich auch für Apfelkuchen verwenden. In der Halle konnte man sich bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee unterhalten. Es gab viele unterschiedlich zubereitete Kuchen, die Auswahl fiel nicht leicht. Sowohl beim Kuchen als auch beim Saft ergibt sich abhängig von den verwendeten Äpfeln ein unterschiedlicher Geschmack. In der Halle konnte man sich bei einer Apfelsortenausstellung über 40 unterschiedliche Sorten informieren.

Über die Tiere und Pflanzen auf einer Streuobstwiese gab es ebenfalls Informationen für Groß und Klein: Bäume, Käfer und Wanzen, Schmetterlinge und ihre Nahrungspflanzen, Vögel, Bodenlebenwesen, sogar ein Reh und ein Wildschwein waren zu bewundern. Überraschendes gab es mit Drehscheiben, knifflig waren die Memory-Legespiele. Blattmuster mit einem Schnitzelklopfer zu hämmern begeisterte vor allem die Jungs und wer wollte, konnte den Abdruck der Rinde von verschiedenen Holzstücken mit Wachsmalkreide auf ein Blatt Papier zaubern.

Welche Vogelart wohl am häufigsten als Halskette gewählt wird?

Es gab verschiedene Malvorlagen für eine Streuobstwiese...

... und mehrere Tiere im Großformat. Ein einheimischer Graureiher? Es darf auch ein Flamingo werden:

Es hat uns allen viel Spaß gemacht und selbst gemacht schmeckt Apfelsaft am besten!