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Naturforschung · Naturschutz · Umweltbildung

Wingertsberg Pyramidenorchis 300x200Der Wingertsberg ist bekannt für seinen Reichtum an Orchideen.  Wie viele Arten und Hybride dort wachsen ist nicht zuverlässig herauszubekommen, es mögen aber zwischen 15 und 20 Arten sein, welche im Laufe der Jahrzehnte dort festgestellt wurden. Dabei wurden auch Orchideen aus dem Mittelmeerraum künstlich eingebracht, und die Hybridisierung wurde künstlich gefördert. Doch finden sich auf dem Halbtrockenrasen auch zahlreiche andere Pflanzen und Insekten.

Der Wingertsberg wurde einst in fast 20 kleinen Parzellen von Winzern bewirtschaftet, bis sich die schwere Arbeit nicht mehr lohnte und der Kirner Eduard Peitz das 1,3 Hektar große steile Weinbergsgelände erwarb. Einige Orchideenarten gab es wohl schon, andere siedelte Peitz hier an, das gelang dank der idealen Klima- und Bodenverhältnisse sehr gut.

Der Orchideenfreund vermachte das Grundstück im Jahr 1982 der Pollichia, die die Fläche sorgsam pflegt und vor der Verbuschung schützt. Es gibt am Wingertsberg aber auch nicht weniger als 37 verschiedene Gehölzarten. Das zieht wiederum etliche Vogelarten an, die hier ihr Refugium finden. Spinnen, Käfer, Falter, die sich auf Halbtrockenrasen wohlfühlen, können ebenfalls beobachtet werden. Als Gesamtpaket ist der Wingertsberg auch ein Sahnestückchen für den Biologieunterricht.

Der Pollichia-Arbeitskreis "Wingertsberg Bad Kreuznach"  und das Gymnasium Kirn kooperieren eng miteinander. Im Herbst unterstützen die Schülerinnen und Schüler die Pflegemaßnahmen. Im Gegenzug bietet die POLLICHIA Workshops am Wingertsberg an und unterstützt die Schule bei verschiedenen Naturschutzmaßnahmen.

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