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Naturforschung · Naturschutz · Umweltbildung

SPINNE DES JAHRES 2026

Die Streifenkreuzspinne Mangora acalypha (Walckenaer 1802)

     Segestria senoculata Fischernetzspinne 1  Segestria senoculata Fischernetzspinne2

Die Streifenkreuzspinne, Mangora acalypha (Walckenaer, 1802), gehört zur Familie der Radnetzspinnen (Araneidae). Diese Spinnenfamilie ist die drittgrößte weltweit und besteht aus 198 Gattungen mit 3.160 Arten. Die Gattung Mangora umfasst 190 Arten, von denen in Europa aber nur diese eine Art vorkommt.

Die Streifenkreuzspinne ist paläarktisch verbreitet und kommt in ganz Europa vor. Mangora acalypha bewohnt viele, vornehmlich sonnige Lebensräume wie Trockenrasen, Wiesen, Gärten, Ruderalstandorte und lichte Wälder. Die kleine, weit verbreitete Radnetzspinne, ist durch ihre typische Musterung (Abb. 1 + 2) und ihr Netzbauverhalten leicht anzusprechen. Am leichtesten findet man die Netze, in dem man die Vegetation mit einer kleinen Wassersprühflasche einnebelt. 

Das nahe am Boden zwischen Pflanzen gebaute Radnetz ist meist geneigt, mitunter fast waagerecht angelegt. Seltener findet man das Netz an Sträuchern, wo es dann auch sennkrecht gebaut sein kann. Unter den in Mitteleuropa heimischen Radnetzspinnenarten hat das Netz der Streifenkreuzspinne normalerweise meist 50-60 mit die höchste Radienzahl. Die Netzmitte ist ausgesprochen fein gewebt (Abb.4). Die Klebfäden stehen sehr eng beieinander. Mangora acalypha baut keinen Schlupfwinkel und hält sich meist in der Mitte des Netzes auf (Abb2). Bei Störung lässt sie sich schnell fallen und verschwindet in der Bodenstreu. 

Aufgrund ihrer Häufigkeit und einer großen Habitatverfügbarkeit wird sie in den Roten Listen als nicht gefährdet eingestuft.

Text: Christoph Hörweg & Norbert Milasowszky, ergänzt durch W. Braunstein

SPINNE DES JAHRES 2025

Die Gewöhnliche Fischernetzspinne Segestria senoculata (Linnaeus 1758)

     Segestria senoculata Fischernetzspinne 1  Segestria senoculata Fischernetzspinne2

Die Körperlänge von Segestria senoculata beträgt bei Weibchen 7–10 mm, beim Männchen 6–9 mm. Beide Geschlechter ähneln sich in Färbung und Zeichnung. Der Vorderkörper ist glänzend braun, den länglich ovalen Hinterkörper ziert ein gebuchtetes dunkles Mittelband. Die Beine sind hellbraun, weisen eine dunkle Ringelung auf und die vorderen drei Beinpaare werden meistens nach vorne gestreckt, ein typisches Merkmal aller Segestriidae. Ein weiteres Merkmal dieser Spinnenfamilie: Fischernetzspinnen besitzen nur sechs Augen.

Die Gewöhnliche Fischernetzspinne ist paläarktisch verbreitet und kommt in ganz Europa vor. Segestria senoculata lebt im Wald und in Block- und Schutthalden bis zur Waldgrenze. Aufgrund ihrer Häufigkeit und einer großen Habitatverfügbarkeit wird sie in den Roten Listen als nicht gefährdet eingestuft.

Foto 1: H. Höfer / Foto2: W. Braunstein 

SPINNE DES JAHRES 2024

Die Gefleckte Höhlenspinne Nesticus cellulanus (Clerck 1757)

Foto: Klaus Bogon

Die Gefleckte HöhlenspinneNesticus cellulanus (Clerck, 1757), gehört zur Familie der Höhlenspinnen (Nesticidae). Diese Spinnenfamilie zählt weltweit fast 300 Arten, in Europa sind davon 58 bekannt. In der Gattung Nesticus (Echte Höhlenspinnen) gibt es in Mitteleuropa nur diese eine Art.

Die Gefleckte Höhlenspinne ist über ganz Europa bis in die Türkei verbreitet und durchaus häufig. Nesticus cellulanus lebt aber vor allem in Höhlen und Bergwerkstollen. Aufgrund dieser Lebensweise bleibt sie uns oft verborgen.

 

Weitere Informationen zur Spinne des Jahres 2024 finden Sie hier .

Auch die ZDF heute Redaktion hat offenbar etwas für Nesticus übrig. Zum Artikel