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Naturforschung · Naturschutz · Umweltbildung

Flora zwischen Landau und Germersheim  

- die Kartierung von Christian Weingart -

Christian Weingart kartierte von 1999 bis 2006 die Flora der Meßtischblattstreifen 6713 (Annweiler) bis 6816 (Graben). Es handelt sich um ein Transekt vom Pfälzer Wald bis zur Rheinaue. Größere Orte im Kartiergebiet sind Landau und Germersheim. Die Lage des Transektes im Oberheingraben können Sie aus der Übersichtskarte hier erkennen.

Kartiert wurde auf der Basis von 64.tel-MTB-Raster. Das bedeutet 512 Rasterfelder mit etwa 1,5 km Kantenlänge. Jedes dieser Raster wurde mindestens zweimal begangen. Auf den über 1.500 Exkursionen sammelten sich über 368.000 Fundmeldungen an.

Für jede Art können Sie unten eine Verbreitungskarte abrufen. Die dort hinterlegte Karte stellt die Nutzung der Landschaft dar: Blassrot sind Siedlungen, grün die Waldgebiete, blassorange sind Weinberge und gelb sind Gebiete mit vorwiegender Grünlandnutzung. Weiß sind Gebiete mit vorwiegender Ackernutzung. Eine Karte mit eingetragenen Ortsnamen finden Sie hier

Links unterhalb der Karte finden Sie:

  • Anmerkungen zur Karte zur aktuellen Situation (diese Anmerkungen sind nur tw. vorhanden)
  • Sofern die Art ein Neophyt ist, wir das hier vermerkt
  • Die Einstufung der Sippe in der neuen Roten Liste von Rheinland-Pfalz
  • Die Einstufung der Sippe in der neuen Roten Liste von Baden-Württemberg für den Naturraum „badische Oberrheinebene“
  • ein Link auf die Sippe in der „Flora der Pfalz“ (Lang & Wolff 2011)
  • ein Link auf die Sippe in FloraWeb (dort Verbreitungskarte Deutschland und ein Steckbrief mit Foto und Links zu weiteren Unterlagen des BfN und weiterer Quellen)

Rechts unterhalb der Karte steht in einem Textfeld eine Standortbeschreibung von Christian Weingart (aus dem Jahre 2006).

Insgesamt wurden rund 2.290 Sippen differenziert. Hierbei wurden auch viele Gartenflüchtlinge erfasst. Die Artenzahlen auf den 2,2 km2 großen Rastern schwankt zwischen 192 und 779 (s. diese Karte). Die niedrigen Werte stammen übrigens nicht aus den Städten, sondern aus der ausgeräumten Agrarlandschaft.

Interessant ist die Frage, ob es für bestimmte Landschaften kennzeichnende Arten gibt. Für Teile der Weinstraße könnte man hier die Übersehene Traubenhyazinthe (Muscari neglectum) und die Osterluzei (Aristolochia clematitis) nennen.

Die Landschaft "Pfälzer Wald" wird durch die Tanne (Abies alba) recht gut abgegrenzt. Für die Rheinniederung kann man die Schwanenblume (Butomus umbellatus) als charakteristisch bezeichnen. Blättern Sie die Arten durch und Sie werden viele interessante Verbreitungsmuster feststellen!

Die Liste der wissenschaftlichen Namen ist in 7 Teilen aufgeteilt. Klicken Sie auf den Abschnitt, der zu Ihrer gesuchten Art gehört und Sie gelangen in die Teilartenliste. Dort klicken Sie bitte auf eine Art und Sie sehen deren Verbreitungskarte.

A – B

C

D – G

H – M

N – Q

R – S

T – Z  

Die Liste der deutschen Namen ist in 6 Teilen aufgeteilt. Klicken Sie auf den Abschnitt, der zu Ihrer gesuchten Art oder Gattung gehört und Sie gelangen in die Teilartenliste. Dort klicken Sie bitte auf eine Zeile (z.B. unter K: „Klettenkerbel: Acker-Klettenkerbel“) und Sie sehen die zugehörige Verbreitungskarte.

Hinweise:

  • Die meisten Arten können Sie auch unter den Anfangsbuchstaben der Art finden (z.B. auch unter A: „Acker-Klettenkerbel“).
  • Etliche Arten haben Unterarten, die unter dem gleichen deutschen Namen doppelt in der Liste geführt werden. Die meisten Browser zeigen beim Überstreichen des Artnamens den Link auf das PDF-Dokument an. Wählen Sie die Zeile ohne "_ssp_" im Dateinamen, wenn Sie die (umfangreichere) Karte der Sammelart sehen wollen.
  • Einige (Unter)-Arten haben leider hier keinen deutschen Namen und fehlen daher in der Liste.

A – E

F – G

H – K

L – R

S – V

W – Z

Anmerkungen zur Aktualisierung 2025 (P. Thomas, Nov. 2025)

Während die zweite Auflage als Schwerpunkt nur die Korrektion der Ausgabe von Aggregat-, und Sammelarten aufwies, wurde bei der dritten Auflage ein großer Wurf versucht: Das neue Kartenlayout enthält etliche neue Textfelder. Diese finden Sie – wie oben beschrieben – unterhalb der Verbreitungskarte. Außerdem sollte diese Neuauflage die Ergebnisse der Revision der Herbarbelege enthalten. Dieses Einarbeiten der Herbar-Revision war jedoch leider ein Wunschdenken. Zum einen sind noch nicht alle „Weingart-Belege“ revidiert worden. Zum anderen hatte Herr Weingart kaum Zeit, um die (relativ wenigen) fehlerhaften Angaben, die bei der Revision aufgedeckt wurden, in der Datenbank zu korrigieren. Aufgrund dieses Wunschdenkens blieben die neuen Verbreitungskarten viele Monate lang unverändert auf dem Rechner liegen. Erst im November 2025 wurde diese Anforderung an eine Neuauflage von uns zurückgeschraubt.

Es werden also hiermit die Verbreitungskarten im oben beschriebenen neuen Layout als dritte Ausgabe der „Weingart-Kartierung“ auf die Pollichia-Homepage gestellt, obwohl folgende Mängel noch zu beheben sind:

  • Von der Herbar-Revision sind die meisten Erkenntnisse noch nicht eingearbeitet worden.
  • Etliche Links auf die Flora der Pfalz oder auf Arten im FloraWeb laufen ins Leere. Meist handelt es sich dabei um Arten, die einen neuen gültigen Namen erhalten haben und dabei versehentlich noch keine korrekte Artreferenz als URL auf die beiden genannten Florenwerke bekommen haben. Sowieso hatte Weingart ja auch viele „Gartenflüchtlinge“ kartiert, also Arten, die in anderen Florenwerken nicht aufgenommen sind.
  • Fehlerhaft sind noch etliche Aggregierungen zu Sammelarten. Das betrifft insbesondere Fälle zu den Sammelarten, die Unterarten mit verschiedenen Varietäten besitzen. Hier werden in den Karten die Verbreitungsrasterpunkte der Varietäten noch nicht berücksichtigt, sondern nur die Verbreitungsrasterpunkte der Unterart.

Dennoch hoffen wir, dass auch diese dritte Auflage wieder viele Freunde findet.

Danksagung

Eine Danksagung soll an dieser Stelle an den Pollichia Hauptverein und an die Pollichia-Kreisgruppe Germersheim-Kandel für Aufwandsentschädigungen für Herrn Weingart gehen. Für die Erlaubnis die Karten zum Dünnfarn aus den Kartierergebnissen von Herr Christoph Stark zu übernehmen sind wir Herrn Stark dankbar. Gleiches gilt für die Karten der Schachtelhalm-Bastarde, die wir Herrn Lubienski zu verdanken haben. Wir danken auch Frau Julia Kruse für die Übergabe der Ergebnisse der Herbarrevision des „Weingart-Herbars“ und dem Pollichia-Homepage-Team, Herr Gerhard Nilz und Herrn Gunter May, für die Übernahme in die Homepage.

Ausblick

Diese Kartierung wir in dieser Form sicherlich nicht wiederholt werden können, weil der Aufwand einige tausend Stunden betragen würde. Wir sind aber an der Aktualisierung von allen stärker gefährdeten Arten interessiert: Wenn Sie im Bereich des Transektes Arten der Rote Liste-Kategorien 0 bis 3 finden, bitten wir um eine Fundmeldung – möglichst mit UTM-Koordinatenangabe - an Peter Thomas (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).

Wir wollen versuchen, einzelne Rasterfelder vollständig nachzukartieren. Falls Sie hieran Interesse haben, so wenden Sie sich bitte auch an Peter Thomas.

Sobald die etwa 5.000 Herbarbelege von der Weingart-Kartierung im Pfalzmuseum revidiert in EDV-Form vorliegen, wollen wir die Verbreitungskarten entsprechend korrigieren. Diese korrigierte Auflage wird aber erst in etlichen Monaten fertiggestellt sein!

Links

Flora der Pfalz: https://www.pollichia.de/aktivitaeten/arbeitskreise/botanik/02-03-01-03-flora-der-pfalz/verbreitungskarten-zur-flora-der-pfalz-von-lang-wolff-2011

Neue Rote Liste der Pflanzen für Rheinland-Pfalz: https://lfu.rlp.de/startseitenbeitraege/2023/rote-liste-farn-und-bluetenpflanzen

Neue Rote Liste der Pflanzen Baden-Württembergs: https://pudi.lubw.de/detailseite/-/publication/10445